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Helfer auf vier Pfoten – der Assistenzhund

Assistenzhunde sind sehr menschenfreundliche und sozialverträgliche Hunde die Assistenzmaßnahmen erlernt haben, die dem Behinderten oder traumatisierten Menschen den Alltag erleichtern. Dies kann zum Beispiel die Hilfe beim Entkleiden sein, das Aufheben von Gegenständen oder das Öffnen und Schließen von Schränken und Türen. Auch das Anzeigen von bestimmten Geräuschen für Gehörlose, das Bedienen von einfachen technischen Einrichtungen wie Aufzügen oder Lichtschaltern, das Tragen von Taschen sowie die Alarmierung von Hilfe in Notfällen durch das Auslösen eines Hausnotrufs oder durch Bellen in der Öffentlichkeit.
Diese Hunde gibt es für Kinder, die dann auch mit zur Schule gehen, als Anfallsignalhunde, die einen bevorstehenden epileptischen oder dissoziativen Anfall oder einen bedrohlichen Zuckerspiegel – Diabetiker-Warnhund – anzeigen können, wie auch zur Entspannung bei spastischen oder autistischen Kindern.

Ein Assistenzhund bedeutet für seinen Besitzer eine Steigerung seiner Unabhängigkeit und Sicherheit und trägt damit erheblich zur Verbesserung der Lebensqualität dieser Menschen bei.
 

Assistenzhund Nelo für Kerstin

Helft Nelo helfen!

Hallo, mein Name ist Nelo und ich möchte gerne Assistenzhund werden, um meinem Frauli Kerstin zu helfen. Kerstin ist durch ein schlimmes Trauma an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) erkrankt, die bei ihr mit schweren dissoziativen Krampfanfällen, ähnlich einer Epilepsie, einhergeht. Während dieser Anfälle, die Minuten bis Stunden dauern können, ist Kerstin bewusstlos. Sie können immer und überall auftreten, und schränken so den Alltag enorm ein.

Damit ich ihr helfen kann, mache ich jetzt eine Ausbildung zum PTBS-Hund. Ich lerne, diese Anfälle im Voraus anzuzeigen, damit Kerstin entsprechend reagieren kann. Sollte es dennoch zu einem Anfall kommen, betätige ich einen mobilen Notfallknopf, um Hilfe zu holen. Dann lege ich mich ganz eng zu ihr oder auf die Beine, um ihr Sicherheit zu vermitteln und sie zu beruhigen. Die Anfälle sind so weniger heftig und dauern nicht so lange an. Ich bin oft der Einzige, der einen Zugang zu ihr bekommt, so dass ich den Rettungsdienst tatkräftig unterstütze.

Durch das Trauma leidet Kerstin auch an Albträumen und Panikattacken. Hier helfe ich ihr damit, dass ich im Dunkeln den Lichtschalter betätige und Räume nach Personen absuche und diese gegebenenfalls anzeige. Bei einem Panikanfall führe ich Kerstin an einen ruhigen Ort und fordere sie auf, mich zu streicheln, damit sie sich wieder beruhigt.
Da meine Ausbildung sehr teuer ist und die Krankenkasse keinerlei Kosten übernimmt, sind wir auf jede Hilfe angewiesen.
Unterstützt werden wir von dem Münchner Institut für Therapie MIT und Besonders e. V.

Nelo mit Frauchen Kerstin

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