Dr. med. Cornelia Baur
Ärztin
In der tiergestützten Therapie werden Tiere als Co-Therapeuten eingesetzt. Mehrere Studien belegen die positive Wirkung der tiergestützten Therapie auf die menschliche Psyche und Physis. So konnte u.a. nachgewiesen werden, dass es bei der Arbeit mit dem Tier zu einer Senkung des Blutdruckes und der Herzfrequenz, Abnahme von Spastik, Verringerung der Schmerzwahrnehmung und Ausschüttung von Endorphinen („Glückshormone“) bei dem Patienten kommt. Durch den Kontakt mit dem Tier wird der Patient i.d.R. dazu angeregt sich zu bewegen und zu agieren. Dies hat zur Folge, dass es automatisch zu einer Steigerung der motorischen Aktivität und zu einem Training der Muskulatur des Menschen kommt. Weil das Tier nicht wertet wie man aussieht, spricht oder welche Kleidung man trägt, fühlt sich der Mensch angenommen, traut sich im Kontakt mit dem Tier mehr zu und überwindet seine Hemmungen (z.B. Sprachhemmung). Da die tiergestützte Therapie von den Krankenkassen i.d.R. nicht übernommen wird, können sich viele Patienten diese komplementäre Therapie nicht leisten. Besonders e.V. ermöglicht Menschen an der tiergestützten Therapie teilzunehmen, weshalb Vereine wie dieser unbedingt weiter unterstützt werden sollten.